Hinter den Kulissen
Spielberg
Nein, wir sprechen nicht über den bekannten Filmregisseur. wir sprechen von einem Dorf fernab von jeder Filminfrastruktur. Dort sollten wir für die Firma Red Bull ein großes Set aufstellen, um die DTM zu promoten. Wien ist die nächstgelegene Stadt, ca. 1,5 Stunden entfernt. Da muss man für alles gewappnet sein und sich auf alle Eventualitäten einstellen. Da es sich um eine sehr große Produktion handelte, kam das endgültige Go natürlich erst spät und deshalb war in allen umliegenden Hotels nichts mehr frei. Dadurch lernten wir aber auch sehr interessante Pensionen auf Bauernhöfen der Region kennen. Eines unserer Teams wurde tatsächlich dazu verdonnert Haussschuhe zu tragen. Diese wurden ausgeteilt und von der ansonsten wirklich herzlichen Besitzerin wurde militärisch überprüft, ob sie auch getragen wurden. Da es sich um Rennwagen handelt, wussten wir, was uns auf jeden Fall erwarten wird: Laute Motorengeräusche und davon nicht zu wenig. Deshalb haben wir ein eigenes Funksystem mit Headsets und abgeschirmten Kopfhörern aufgebaut, damit wir überhaupt eine Chance hatten miteinander zu kommunizieren.
 
 
An den beiden ersten dokumentarischen Drehtagen am Set musste alles sehr schnell gehen. Wir hatten zwei Units mit zwei Directors of Photography zu koordinieren. Boxenstops, bei denen wir nicht genau wussten wann sie stattfinden werden, da es geheime Entscheidungen der Teams waren. Das hieß für uns also zu warten, geduldig zu sein und aufmerksam zu bleiben. Wir mussten alles in den Kasten bekommen: Boxencrews, Teamchefs, Kommentatoren auf der anderen Seite der Rennstrecke, oben über den Rängen in ihren Kommentatorenboxen, Rennsituationen überall auf der Strecke verteilt und Publikumsshoots auf Tribünen, die weit verteilt an der Rennstrecke liegen. Also genau wie beim Rennen gab es viel Action zu sehen.
 
Am dritten Tag durfte unsere Crew verschiedene Kameraspielzeuge zum Einsatz bringen.

Russian Arm: Ein sehr großer Kamerakran auf einem Porsche Macan.

Ein getuntes Speedcar RS6 mit 500 PS, mit verstärkten Bremsen, Motortuning und verstärktem Fahrwerk, welches den Rennwagen nur noch hinterhergekrochen kam. Der Schocker schlechthin war, dass bei einem Auto der Motor über Nacht ausgebaut werden musste. Der Motor darf aber wegen den Anwohnern und der Lautstärke erst ab 8 Uhr gezündet werden. Das heißt, dass der Test direkt am Drehtag war. Doch am nächsten Tag kam die Erleichterung, als wir das Röhren hören konnten.
 
Artikel: Tomas Guichet, Fotos: von Philipp Liebhart
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